Vom persönlichen Schicksal zur Gründung
Der Verein Haus für morgen ist aus einem ganz persönlichen Schicksal heraus entstanden. Im Jahr 2013 erleidet Henrik Wentzel im Alter von 55 Jahren einen schweren Schlaganfall. Er ist damit einer von etwa 270.000 Schlaganfall-Betroffenen pro Jahr in Deutschland. Bei der Suche nach Unterstützung stellen seine Frau und seine Familie fest, dass es keine geeigneten Pflegeeinrichtungen für jüngere Pflegepatienten gibt.
7 Jahre Suche und Entwicklung
Henriks Ehefrau Barbara gibt sich mit dieser Erkenntnis nicht zufrieden und arbeitet an Lösungen. Es folgte der Entschluss, mit ihrer gemeinsamen Geschichte und ihrem Schicksal an die Öffentlichkeit zu gehen und vier Jahre später erscheint das Buch “Käsekuchen mit Sauerkraut“. Aus der Geschichte entsteht der gemeinnützige Verein Haus für morgen e.V. – und weitere 3 Jahre später eröffnet die erste Wohn-Pflege-Gemeinschaft in Hamburg St. Georg.
Ein neues Zuhause für eine behütete Rückkehr ins Leben
Das Haus für morgen unterscheidet sich grundlegend von klassischen Pflegeheimen und steht bevorzugt jüngeren Schlaganfall- und Aneurysma-Patienten offen. Hier leben Menschen in familiärer Wohngemeinschaft zusammen, die ein ähnliches Schicksal teilen und vor der Herausforderung stehen, in ihrem Leben einen neuen Sinn zu finden. Neben dem großzügigen Wohn-Ess-Bereich für die neun (max. 12) Bewohner gibt es auch eine Gästewohnung für Angehörige, um so ein Stück weit am Leben der Wohngemeinschaft teilhaben zu können.
Im Online-Meeting der O-Mamori Community im Oktober 2024 hat Christiane Holtappels, Geschäftsstellenleiterin des Vereins, die Gründungsgeschichte rund um das Haus für morgen anschaulich erzählt. Aktuell plant der Verein die Eröffnung weiterer Standorte – und gerne wird das erworbene Wissen für neue Initiativen deutschlandweit geteilt. Ihren Vortrag hat Christiane Holtappels freundlicherweise für die Mitglieder der O-Mamori Community zur Verfügung gestellt.




